Credo

„CREDO“ in Bensberg

Von Kardinal Meisner entsandte Pilger erreichen St. Nikolaus Kirche

Bensberg. Ein ungewöhnliches Bild zeigte sich Autofahrern und Passanten zwischen Köln-Kalk und Bensberg. Eine Gruppe engagierter Gläubiger wurde am vergangenen Dienstag von Kardinal Meisner auf eine Staffelwallfahrt nach Berlin entsandt. Ihr Ziel: Papst Benedikt XVI. im Olympiastadion zu begrüßen. Ihr Motto: „Glauben verbindet –Komm mit!“

Es ist keine normale Wallfahrt, sondern eine Staffelwallfahrt über 5 Erzbistümer und Bistümer und 30 Gemeinden. Jede Einzelstrecke beträgt ca. 20km, so sind es 30 Staffelstationen mit der letzten Station am 22. September im Olympia-Stadion Berlin.

„Wir wollen einen Anstoß zum Gespräch über Glauben in der heutigen Zeit geben“, so formulierte es einer der Pilger. Und das scheint zu gelingen. So einige schauten der Gruppe hinterher, begannen zu tuscheln und fragten sich offensichtlich, was denn mit dem etwa 2m großen Fisch auf sich habe, den die Pilger mit sich trugen. Die Wallfahrer nennen den Fisch CREDO (lat. „ich glaube“). Tatsächlich ist der Fisch das Geheimzeichen der Urchristen, die es untereinander als Erkennungszeichen in der Zeit der Verfolgung nutzten, weil das Kreuz als solches zu bekannt und damit gefährlich war. Bis heute gilt dieser Fisch als Symbol für den Glauben. Achtsame Autofahrer finden hier und da, dass das vor ihnen fahrende Fahrzeug einen Aufkleber mit einem Fisch hat. In den meisten Fällen ist es das unaufdringliche Bekenntnis des Fahrers: Ich bin Christ.

Von Kardinal Meisner entsandte Pilger erreichen St. Nikolaus Kirche„Heute können wir es vor uns hertragen, um zu bekennen, dass wir glauben“, heißt es aus der Gruppe. „Manche Leute fragen dann auch was wir da machen – und schon ist man im Gespräch.“ Das Gespräch über Gott und die Welt wollen sie anstoßen und so sind sie auch häufig ins Gespräch gekommen. Von Köln-Kalk nach Bensberg sind es rund 15 Kilometer. „Den Berg hinauf zur St. Nikolaus Kirche sind uns dann die Arme schon ein bisschen lang geworden“, meinte einer der Pilger auf die Frage, ob so ein großer Fisch nicht schwer sei. Er wiegt acht Kilo, nicht viel will man meinen, aber auf die Distanz von 15 km weiß man am Schluss was man getan hat. An der St. Nikolaus Kirche empfing Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gabriele Bahr die Wallfahrer mit Erfrischungen. Dann ging es in die Kirche zur gemeinsamen Andacht. „Es ist toll nach so einem anstrengenden Marsch so herzlich empfangen zu werden. Man kennt sich zwar nicht, aber man hat etwas gemeinsam - und das wird spürbar: den Glauben“, machten die Pilger deutlich. Heute hat eine Gruppe von Pilgern den Fisch Credo in Bensberg übernommen und der Weg führt nach Lindlar, wo sie von Kaplan  Stockhausen empfangen werden. Wer Interesse hat sich an der Staffelwallfahrt nach Berlin zu beteiligen, kann das noch tun. Die Staffeln starten jeweils um 9.00 Uhr morgens. Die nächsten Stationen führen am 27.08. von Meinerzhagen nach Attendorn und am 28.08. von Attendorn nach Oedingen. 22 weitere Stationen folgen.

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